
Wenn wir an Wald denken, dann denken wir gewöhnlich an Bäume. Doch einfach nur Bäume – das ist kein Wald. Das ist eine Plantage, die nicht überlebensfähig ist.
Diese Fichten sind einfach vertrocknet!
Die Artenvielfalt ist der Schlüssel zu einem lebensfähigen Wald!
Aber ist es denn wichtig, ob ein Käfer mehr oder weniger auf dem Waldboden rumkrabbelt, ein Vogel mehr oder weniger in den Zweigen zwitschert oder der wunderschöne Fingerhut seinen Platz gefunden hat?
Ich will mal einen Vergleich zu einem Auto bemühen:
Ist es wichtig, ob die Brensscheibe wirklich mit alles Schrauben befestigt ist, ob jeder Zylinder eine Zündkerze hat oder der Vergaser richtig eingestellt ist?
Hier fällt es sofort auf, doch der Wald ist als natürliches Biotop unendlich vielfältiger, als es ein künstliches Gebilde, wie ein Auto, jemals sein könnte. Fehlende Teile können sehr lange und sehr gut ausgeglichen werden, aber das hat seine deutlichen Grenzen.
Das, was dem Ökosystem Wald am meisten zusetzt ist übrigens nicht der Klimawandel. Mit dem kommt der Wald locker klar!
Das größte Problem für den Wald ist der Mensch!
In seiner Ignoranz (es ist ja immer gut gegangen!) hat der Mensch den Wald ausgebeutet und ihn in seinen natürlichen Funktionen beschnitten. So kann er sich selbst nicht mehr helfen – was wir Menschen wiederum gegenwärtig in seiner vollen Konsequenz zu spüren bekommen.
Seit Jahrzehnten höre ich immer wieder den Waldzustandsbericht mit der klaren Aussage, dass der Deutsche Wald krank ist!
Jetzt, liebe Leserin, lieber Leser, ratet doch mal, wer die Ursache dafür ist und wer etwas daran ändern könnte!
Damit sage ich nicht, dass wir den Wald nicht mehr wirtschaftlich nutzen können und sollen, ich sage aber ganz deutlich, dass wir völlig umdenken müssen!
Wir brauchen den Wald.
Der Wald braucht uns NICHT!
Der Wald beschert uns wertvolle Rohstoffe, wie Holz und ein Klima, in dem wir als Menschen leben können.
Wenn der letzte Baum stirbt merken wird, dass wir ohne den Wald nicht leben können!
Das ist keine Indianer-Romantik, sondern Realität!
Wir müssen erkennen und an-erkennen, dass der Wald, jenseits aller menschlichen Interessen, zu würdigen ist und da sein darf!
Wir Menschen verlieren unsere Würde, wenn wir jemandem, oder eben auch dem Wald, die Würde nehmen!