Blog

Waldbrand

Aktuell (Ende Juli 2026) wüten Waldbrände in Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland. So verheerend, wie noch nie. Allerdings:

Das Wort „Waldbrand“ ist irreführend!
Es brennen nämlich selten Wälder, sondern Nadelbaum-Plantagen!

In den Nachrichten werden derzeit oft Bilder von Waldbränden gezeigt. Darin kann man gut beonachten, dass Nadelbäume brennen. Und zwar als Kronenbrand, das heißt: Die Baumkronen brennen und zwar heftig und mit starker Hitzeentwicklung.

Für einen Waldbrand müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Trockenheit
  2. brennbares Material

Wälder aus heimischen Gehölzen brennen nicht – oder ganz selten. Aber warum brennen Nadelhölzer viel besser als Laubwälder?

Nadelbäume wie Fichten, Kiefern oder Douglasien enthalten Harze, ätherische Öle und Terpene. Diese Stoffe sind sind wie Benzin und hochgradig entzündlich. Bei Hitze setzen sie leicht flüchtige, brennbare Gase frei. Schon Funken oder hohe Temperaturen können sie entzünden.
Die Nadeln werden nicht im Herbst abgeworfen und können sehr trocken werden. Wer schon mal ein Lagerfeuer im Garten gemacht hat weiß, wie stark und schnell z.B. Fichtenzweige mit Nadeln im Feuer auflodern.

Aber nicht nur, dass Nadelholzplantagen brisantes Brennmaterial „zur Verfügung stellen“, sie senken auch den Grundwasserspiegel ab. Das ist allgemein bekannt:
Kiefern- und Fichten-Plantagen senken den Grundwasserspiegel ab,
Buchenwälder heben den Grundwasserspiegel an.

Die Nadelholzplantagen sorgen selbst für die Trockenheit.

Natürlich hat der Klimawandel mit seiner großen, lang andauernden Hitze ebenfalls einen Effekt. Warum föhnen wir mit heißer Luft unsere Haare?
Je wärmer die Luft, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Und genau das passiert in den Wäldern bei großer Hitze.

Leider müssen wir feststellen:
Nicht nur der Klimawandel selbst ist menschengemacht, sondern auch die meisten Waldbrände.
Kiefern und Fichten sind genau so wenig heimische Gehölze, wie Douglasie und Küstentanne. Wo diese Baumarten stark vertreten sind, ist nicht nur die Waldbrandgefahr größer, sie passen auch nicht in heimische Ökosysteme und sind in vielerlei Hinsicht problematisch.

Sie auch: Naturwald Akademie
und Greenpeace

Das wichtigste Projekt für Deutschland

Es macht sich immer mehr der Eindruck breit, die Politik können nicht mehr angemessen handeln und die wirklichen Probleme lösen. Angesichts der aktuell vorzunehmenden Reformen scheint das Augenmerk auf den Wald als sehr nebensächlich. Aber…

Ich spreche hier von den Kosten, die der Klimawandel verursacht.
Das sind Schäden durch die Unwetter, Überschwemmungen und Waldbrände. Dazu kommen gesundheitliche Probleme durch die zunehmende Hitze, auf die wir in Deutschland nicht eingestellt sind. In der Hitze lässt sich nicht so effektiv arbeiten, was die Arbeitgeber vermutlich merken werden und die gesundheitlichen Probleme verursachen zusätzliche Kosten für das Gesundheitssystem. Die Zahlen der Versicherungsgesellschaften sprechen da eine eindeutige Sprache.

Ein weiteres Problem ist die Wasserknappheit. Viele Talsperren und Flüsse sind ziemlich leer und an Rhein und Elbe gibt es bereits jetzt (31.07.2026) Rekord-Pegelstände, die eine Schifffahrt verteuern.

Ja klar, die Reduktion von CO2 in der Antmosphäre ist ein Prozess, der global durchgeführt werden muss. Nur sehr wenigeverstehen, dass der Wald ein lange nicht ausgeschöpftes Potenzial bietet, unser regionales Klima nachhaltig zu beeinflussen, wie bereits die Startseite dieser Website feststellt.

Kaum jemand nimmt so recht wahr, dass der Wald das Potenzial hat, die oben genannten Folgen des Klimawandels zu kompensieren. Allerdings brauchen wir dafür große Flächen mit einem artenreichen Wald. Dazu braucht es Informationen und ein Umdenken aller Beteiligten. Die Information möchte ich gerne auf dieser Website machen.

Kybernetik

Die Kybernetik ist die Wissenschaft der Komplexität und der vernetzten Systeme. Durch die Kybernetik können wir so komplexe Systeme verstehen, wie die Wirtschaft, soziale und biologische Strukturen, technische Systeme (wie z.B. die Auswirkung der KI!) und nicht zuletzt die Biotope und damit den Wald.

Die Kybernetik wurde von Prof. Frederic Vester formuliert und in verschiedenen Büchern beschrieben. Wikipedia

Das Verständnis der Kybernetik kann einen guten Beitrag dafür leisten, den Wald und überhaupt Biotope zu verstehen.

Die Ursachen des Klimawandels

Seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hat nicht nur der CO2-Gehalt in der Atmosphäre drastisch zugenommen.
Genau so drastisch hat die Vegetation weltweit abgenommen.
Beides durch massiven Eingriff des Menschen.
Beides massiv klimawirksam!

Bisher ist leider nur die Rolle des CO2-Gehalts in der Atmosphäre Thema der Diskussion in den Medien und der Politik. In diesem Zusammenhang wird „gerne“ immer wieder darauf hingewiesen, dass wir in Deutschland nur herzlich wenig daran ändern können – und tun es deswegen auch nicht. Ich dachte immer, die deutsche Industrie brauche neue Exportschlager, damit sich Wirtschaft und Wohlstand erholen. Warum exportieren wir nicht bei uns selbst erprobte Technik ins Ausland?

Dass wir uns aber in Deutschland eine „Insel der Glückseligen“ bauen könnten, indem wir den Wald unser Klima regulieren, Wasser „besorgen“ und uns vor Hochwasser schützen lassen, das wird leider überhaupt nicht diskutiert.

Wir Menschen haben es in der Hand, das Blatt zu wenden. Es ist wirklich möglich, wie weltweit durchgeführte Begrünungs-Projekte zeigen. Selbst in den trockensten und heißesten Regionen konnte die Atmosphäre gekühlt werden und Quellen führten wieder Wasser.

Die Wiederbegrünung der Welt

Begrünung von Wüsten

Natur – Horst Sterns Umweltmagazin

Ursprünglich, nämlich ab 1980, wurde die Zeitschrift Natur von Horst Stern herausgegeben und hat damals Maßstäbe gesetzt. Bis Heute haben die Thjemen dieses Magazins nichts an ihrer Aktualität eingebüßt.

Jahrgang 1982

November 1982

  • Wo bleibt das Positive? – Argumentationshilfe für das Jahr 2000 – Seite 20
  • Most – Eine schwäbische Kulturgrundlage – Seite 44
  • Eisenbahn – Schrumpft sich die Bahn krank?
    Zum Beispiel Kempten-Isny – Seite 60
  • Forstwirtschaft – Naturnaher Waldbau – Seite 70

Jahrgang 1985

Oktober 1985

  • Fast Food – Die neue Welternährung im Einbheitsstil – Seite 30
  • Essay – Günter Kunert über das Waldsterben
  • Landschaftselemente – Die Streuobstwiese
  • Jürgen Dahl – Nachrichten aus dem Garten: Kaffeesatz als Torfersatz
    Basilikum gedeiht bestens in der Kaffeesetz-Erde
  • Streitschrift – Der neue Dirtfurth (IV) – Die bedrohte Atmosphäre

Die geheimnisvolle Sprache der Bäume

Unter diesem Titel gab es eine sehenswerte Dokumentation bei 3sat.

Untertitel:
Unterwegs mit den Hütern des Waldes

Ohne Wälder könnten wir nicht überleben. Doch Bäume sind nicht nur unsere Verbündeten im Kampf gegen Klimawandel und Artensterben, sondern auch faszinierende Lebewesen mit einer eigenen Sprache.

Hier ist diese Dokumentation zu sehen.

Darin gibt es aktuelle Forschungsergebnisse über Pilze, Mykorrhiza, Kommunikation zwischen Bäumen und zu anderen Lebewesen.

Ab etwa Min. 18:00 geht es um Biotiop-Bäume, die an anderer Stelle auch als Habitat-Bäume bezeichnet werden. Welche Bedeutung diese Bäume , die nie gefällt werden, für das Biotop haben, ist faszinierend.

In diesem spannenden Beitrag wird ein mal mehr deutlich, wie wichtig der Wald für das Überleben des Menschen ist und dafür, wie der Klimawandel gedämpft werden kann.

Unsere Wälder (3/3) – Im Reich des Wassers

Dies ist ein unglaublich interessanter Beitrag des Senders 3sat!

Darin wird nicht nur über das Wasser in den Wäldern berichtet, sondern auch über die Bedeutung der Wälder für den Wasserhaushalt der Kontinente.

Für den Amazonasregenwald halten wir es selbstverständlich, dass er einen Einfluß auf das Klima hat. Wir übersehen dabei, dass auch unsere Wälder essenziell für das Wetter, den Wasserhaushalt und sogar für den Regen sind.

Es regnet dort öfter, wo Wälder sich ausbreiten konnten.

3sat-Bericht: Unsere Wälder (3/3) – Im Reich des Wassers

Min. 12:55
Es wird geschätzt, dass der Schweiß des Waldes 45% der Niederschläge in Deutschland ausmacht. Es regnet dort öfter, wo Wälder sich ausbreiten.

Min. 36:25
Jeder Wald ist eine gigantische Wasserpumpe und damit Teil der globalen Klimamaschine, die Wolken rund um den Erdball schleust – von den Meersküsten in das Landesinnere.
Die Regenwolken, die vom Atlantik her über Europa ziehen, haben sich nach spätestens 600 km abgeregnet und aufgelöst. Dass Innere des Kontinents bliebe trocken, gäbe es nicht unsere großen Wälder.

Min. 37:55
Wälder sind die größten Süßwasserspeicher des Planeten.
Unter jedem Quadratmeter Wald können sich bis zu 200 Liter Wasser ansammeln.
Vom Waldboden perfekt gefiltert wird es besonders sauberes Grundwasser.