Wasser

Meist wird angenommen, dass die akute, lang anhaltende Dürre (August 2026) sei eine Folge des Klimawandels. Leider ist das nur bedingt richtig. Die eigentliche Ursache ist die Tatsache, dass wir (nicht nur) in Deutschland sehr wenig Wald mit einem artenreichen Ökosystem haben. Der Klimawandel ist lediglich ein Verstärker.

Diese Tatsache lässt sich leicht verdeutlichen, wenn wir die Sahara und den Amazonas-Regenwald vergleichen. Wie der Name „Regenwald“ schon aussagt: Hier regnet es fast täglich.
Und in der Sahara?
Außerdem sind die Temperaturen am Amazonas nieriger als in der Sahara und wohlgemerkt, beide liegen auf den selben Breitengraden, das heißt, sie haben die selbe Intensität der Sonneneinstrahlung.

Es regnet, weil der Regenwald da ist, denn in den Bereichen, in denen der Wald gerodet worden ist, regnet es nicht mehr.

Der Wald ist der größte Süßwasserspeicher der Welt!

Wie sieht ein Wald aus, in dem es feucht ist und in dem viel Wasser gespeichert wird?

Der Boden ist überschattet

Die Boden-Temperaturen in einem Wald mit überschattetem Boden sind im Sommer um 10 bis 20 °C kühler, als in Kiefernplantagen, wo die Sonne den Boden erhitzt.

Ideal sind dichte Baumkronen, die den Boden vor direktem Sonnenlicht schützen. In einem Buchenwald ist es so dunkel, dass kaum andere Pflanzen wachsen können und in dem die Temperatur fühlbar niedriger ist und die Feuchte viel höher ist, als in der Umgebung. Natürlich gibt es auch heimische Gehölze, die trotz dichter Baumkrone das Licht durchlassen, wie z.B. die Eiche.

Hier kommt es darauf an, dass die Sträucher und Büsche die Überschattung übernehmen. Sollten auch sie ausfallen, müssen Farne, Kräuter, Blumen und Gräser die Wunde heilen.

Es gibt eine große Artenvielfalt und Altersstruktur der Bäume

Viele Pflanzen in unterschiedlicher Wuchshöhe sorgen dafür, dass der Wind gebremst wird. Dadurch kann der Boden nicht so schnell austrocknen. Außerdem werden Wolken, die dicht über den Wald streichen, und Nebel in einer solche Struktur regelrecht ausgekämmt, gemolken.

Was anderswo (siehe Deutscher Wetterdienst: Wolken melken) künstlich gemacht werden muss, kann unser Wald von ganz alleine.

Es gibt ein Wald-Innenklima

Das so genannte Waldinnenklima ist deutlich kühler als die Umgebung und wird von uns Menschen als sehr angenehm empfunden.

Kommte eine wärmere Luftmasse in einen solchen Wald, kühlt sie sich ab. In warmer Luft kann sehr viel mehr Wasserdampf nthalten sein, als in kühler. Wenn die warme Luft abkühlt, kondensieren Wassertröpfchen aus und es bilder sich Nebel. Dieser Nebel schlängt sich an den Bäumen, Blättern und Gräsern nieder und bewässert so den Boden.

Üppich nachwachsende Biomasse

Im Zusammenhang mit einem Waldbrand wird die Biomasse allgemein nicht gut angesehen. Wenn es sich um Kiefern-, Fichten-, Küstentannen- und Douglasienplantagen handelt, ist die Biomasse ja gleichzeitig brisanter Brennstoff. In einem Wald mit komplexem Ökosystem ist die Biomasse ein Segen.

Jede Pflanze, die Photosynthese betreibt, entzieht der Atmosphäre CO2. Spätestens im Herbst, wenn die Blätter fallen und die Gräser zusammensinken, wird die Humusschicht gefüttert. Je üppiger die Pflanzen wachsen, desto mehr Humus entsteht, in dem umso mehr Wasser gespeichert werden kann.

Solche Wälder wirken als Schwamm, die Unmengen an Wasser speichern können wenn es regnet (Hochwasserschutz!) und es wieder abgeben, wenn es fehlt.

Der Wald sorgt selbst dafür, dass er immer genug Wasser hat!

Verdunstung

In einem artenreichen Wald muss es schon ganz ordentlich Regnen, bis Wasser den Waldboden erreicht, ohne vorher gleich wieder zu verdunsten. In so einem Wald wird an einem warmen Sonnentag unglaublich viel Wasser verdunstet. Das ist aber eine Ursache dafür, dass es in einem Wald so schön kühl ist. Durch die Verdunstung wird der Umgebung Wärme entzogen.

So ein Wald „lernt“ aus Erfahrung, wieviel Wasser er verdunsten darf, ohne zu verdursten. Diese Verdunstung ist wiederum die Ursache für neue Wolkenbildung.

Laut Rebellen der Erde sind ca. 600 ha eines solchen Waldes nötig, um „eigenen“ Regen zu machen.

Die Verdunstung ist also ein integraler Bestandteil der „Wettermaschine“ Wald!