Klimawandel: Deutschland muss handeln

Am 17.08.2026 wurde im ZDF-Morgenmagazin ein Beitrag gesendet, der in Bezug auf die aktuellen Waldbrände und die historisch niedrigen Pegelstände an Rhein, Elbe und Weser brisant ist.

Der Klimawandel wird deutschlandweit spürbar.
Agrarökonom Prof. Hermann Lotze-Campen fordert mehr Klimaresilienz:
„Wir müssen noch stärker in die Umsetzung kommen.“

https://www.zdfheute.de/video/zdf-morgenmagazin/klimawandel-hermann-lotze-campen-100.html

12 Fakten über Böden

Auf meinen Spaziergängen im Zinsenbachtal war es mir immer wichtig, auf die Bedeutung des Bodens hinzuweisen. Ich sprache davon, dass wir den Boden mit Füßen treten, ohne uns um ihn zu kümmern. Aber genau im Boden liegt der Schlüssel für den Wald der Zukunft.

Daher habe ich mich sehr über einen Beitrag des BUND gefreut, den Ihr hier finden könnt:
BUND-Website

Der Bodenatlas 2024 fasst Daten und Fakten zu einer unserer wichtigsten Ressourcen zusammen.

Dieses Bild von der BUND-Website finde ich genial.

Bitte schaut Euch unbedingt diese Seite des BUND an. Die dort genannten Fakten gehen noch weit über die regionale Bedeutung hinaus, die ich sonst gerne betone.

Wüstenbildung in Spanien

Im Beitrag SOS Dürre-Alarm habe ich von einer Bio-Bäuerin Maria Giménez in Brandenburg berichtet. Bei der Recherche bin ich auf weitere Beiträge von ihr gestoßen, in denen sie darüber berichtet, wie die industrielle Landwirtschaft den Süden Spaniens (Andalusien) im wahrsten Sinne des Wortes verwüstet.

In Südspanien konnte man sehen, wie die industrielle Landwirtschaft das Land kaputt macht.

Maria Giménez

Die Wüstenbildung, also Desertifikation, ist ein verbreitetes Problem, das man z. B. in der Sahelzone hat, aber nicht in Europa vermutet. In Spanien ist es aber bereits genau dazu gekommen, allerdings aus anderen Gründen als in der Sahelzone.

In der Sahelzone sind es die Menschen, die für ihr Überleben alles Grüne abernten (müssen!), in Spanien ist es die industrielle Landwirtschaft. Und wir in Deutschland arbeiten fleißig daran, ebenfalls bald selbstgemachte Wüsten zu bekommen.

Wasserkrieg

Zwar war mir bekannt, dass es auf der Iberischen Halbinsel sehr trocken ist und dass es dort große Flächen gibt, die „verwüstet“ sind. Flächen, die zu Wüsten wurden und nicht mehr genutzt werden können. Dennoch hat es mich schockiert, dass nun ein Wasserkrieg zwischen Portugal und Spanien droht.

Bisher kannten wir so etwas eher aus Afrika, und es ist schon viel darüber geschrieben worden.

Warum versuchen wir nicht, Wasser wieder herbeizuholen? Es ist keineswegs schicksalhaft, dass es Kriege um Wasser geben muss. Hier muss ein Umdenken stattfinden.

Aber warum werden denn keine Bemühungen unternommen, Spanien und Portugal zu begrünen?

Es gibt doch wirklich viele Beispiele, wie das gelingen kann!

Siehe auch: Wüstenbildung in Spanien!

sich selbst verstärkende Dürre

Natürlich:
Den Ausstoß von CO2 massiv zu reduzieren, ist alternativlos!

Müssen wir jetzt schicksalhaft damit leben, dass wir uns an die zunehmende Hitze und Dürre anpassen müssen – so lange, bis der Letzte auf dieser Welt kein CO2 mehr emittiert?

Nein!
Wir können lokal einen guten Effekt für den Wasserhaushalt erzielen, und zwar mit vergleichsweise geringem Aufwand.

Viele möchten anscheinend einfach so weitermachen wie bisher, wenn auch mit Bäumen, die mit Dürre und Hitze klarkommen.

Mehr von dem, was bisher schon nicht geklappt hat?

Jede beliebige Form von Monokultur – mit welcher Baumart auch immer – wird die Dürre verstärken!
Jeder Forstmensch weiß:
Fichtenmonokultguren senken den Grundwasserspiegel ab.
Dichte Buchenwälder heben den Grundwasserspiegel!

Solche Monokulturen senken den Grundwasserspiegel ab

Natürlich brauchen wir Holz, aber das werden wir nur noch bekommen, wenn wir mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie!

Die Lösung ist im Grunde recht einfach:

Die durch die Dürre entstandenen kahlen Flächen ehemaliger Fichten-Plantagen können einfach mit einer Mischung von Pflanzen begrünt werden, die als Grundlage für ein Wald-Ökosystem dienen können.
Das sind sicherlich auch Nutzhölzer, aber zu Beginn sind es Gräser, Stauden und Gewächse, die viel Biomasse produzieren und schnell Humus aufbauen. Der Boden wird mit heimischen Sträuchern und Gehölzen beschattet, die ein schnelles Austrocknen verhindern.

Das ist die Grundlage dafür, dass Bäche wieder fließen!

Mehr dazu unter Wald!

Natürlich könnte man auch einfach nichts tun …
Das wäre auf jeden Fall besser als schon wieder Monokulturen und bedeutend wirtschaftlicher!

Wir zerstören gerade die Artenvielfalt unseres schönen blauen Planeten.

Doch alleine die Artenvielfalt hat die Kraft, uns vor der Selbstzerstörung zu bewahren!

Deutschland trocknet langsam aus

Heute Morgen im Wetterbericht:
Sonnenschein – super nach den langen, grauen Wintermonaten! – und
Waldbrandgefahr!

Moment mal!
Wir hatten 2021 doch einen Sommer, der einigermaßen gute Regenmengen gebracht hat und einen Winter, der zwar keiner war, aber ebenfalls viel Regen brachte.

Warum Waldbrandgefahr?

Eigentlich sollte es in dieser Jahreszeit noch deutlich mehr Niederschläge geben, aber – und das ist die gute Nachricht – in den tieferen Bodenschichten ist die Bodenfeuchte wieder besser. Jedenfalls sehr viel besser als in den Dürrejahren.

Hier der Link auf die Website, auf der der Deutsche Wetterdienst die Bodenfeuchte bis in eine Tiefe von 2 Metern veröffentlicht.

Die Waldbesitzer befürchten, weniger Geld aus ihren Flächen ziehen zu können, wenn sie einen naturnahen Wald ermöglichen. Ob sie und wir es wahrhaben wollen oder nicht:
Wenn es nicht genügend naturnahe Wälder mit einer hohen Wasserspeicherfähigkeit gibt, werden sie gar nichts mehr „verdienen“.

Der folgende Beitrag der Tagesschau könnte als Augenöffner dienen.

Darin heißt es:

Der Wasserrückgang in Deutschland beträgt etwa 2,5 Gigatonnen oder Kubikkilometer im Jahr. Damit gehört es zu den Regionen mit dem höchsten Wasserverlust weltweit.