Buch:
Tony Rinaudo – Der Waldmacher
Johannes Dieterich
Ein sehr inspirierendes Buch zu der Wiederbegrünung in der Sahelzone.
Die Erde ist das umfassende Biotop, das den Menschen trägt und das er pflegen muss
Buch:
Tony Rinaudo – Der Waldmacher
Johannes Dieterich
Ein sehr inspirierendes Buch zu der Wiederbegrünung in der Sahelzone.
Auf meinen Spaziergängen im Zinsenbachtal war es mir immer wichtig, auf die Bedeutung des Bodens hinzuweisen. Ich sprache davon, dass wir den Boden mit Füßen treten, ohne uns um ihn zu kümmern. Aber genau im Boden liegt der Schlüssel für den Wald der Zukunft.
Daher habe ich mich sehr über einen Beitrag des BUND gefreut, den Ihr hier finden könnt:
BUND-Website
Dieses Bild von der BUND-Website finde ich genial.
Bitte schaut Euch unbedingt diese Seite des BUND an. Die dort genannten Fakten gehen noch weit über die regionale Bedeutung hinaus, die ich sonst gerne betone.
Die Dürre kommt immer mehr in Europa an. Wir in Deutschland haben es da noch verhältnismäßig gut. Aber in Frankreich ist es extrem.
Aber schaut Euch doch mal die endlosen baumlosen Flächen an!
Ackerflächen bis zum Horizont, aber kein Wald.
Nix Wald,
nix Wasser!
Im Beitrag SOS Dürre-Alarm habe ich von einer Bio-Bäuerin Maria Giménez in Brandenburg berichtet. Bei der Recherche bin ich auf weitere Beiträge von ihr gestoßen, in denen sie darüber berichtet, wie die industrielle Landwirtschaft den Süden Spaniens (Andalusien) im wahrsten Sinne des Wortes verwüstet.
In Südspanien konnte man sehen, wie die industrielle Landwirtschaft das Land kaputt macht.
Maria Giménez
Die Wüstenbildung, also Desertifikation, ist ein verbreitetes Problem, das man z. B. in der Sahelzone hat, aber nicht in Europa vermutet. In Spanien ist es aber bereits genau dazu gekommen, allerdings aus anderen Gründen als in der Sahelzone.
In der Sahelzone sind es die Menschen, die für ihr Überleben alles Grüne abernten (müssen!), in Spanien ist es die industrielle Landwirtschaft. Und wir in Deutschland arbeiten fleißig daran, ebenfalls bald selbstgemachte Wüsten zu bekommen.
Zwar war mir bekannt, dass es auf der Iberischen Halbinsel sehr trocken ist und dass es dort große Flächen gibt, die „verwüstet“ sind. Flächen, die zu Wüsten wurden und nicht mehr genutzt werden können. Dennoch hat es mich schockiert, dass nun ein Wasserkrieg zwischen Portugal und Spanien droht.
Bisher kannten wir so etwas eher aus Afrika, und es ist schon viel darüber geschrieben worden.
Warum versuchen wir nicht, Wasser wieder herbeizuholen? Es ist keineswegs schicksalhaft, dass es Kriege um Wasser geben muss. Hier muss ein Umdenken stattfinden.
Aber warum werden denn keine Bemühungen unternommen, Spanien und Portugal zu begrünen?
Es gibt doch wirklich viele Beispiele, wie das gelingen kann!
Siehe auch: Wüstenbildung in Spanien!
Heute Morgen im Wetterbericht:
Sonnenschein – super nach den langen, grauen Wintermonaten! – und
Waldbrandgefahr!
Moment mal!
Wir hatten 2021 doch einen Sommer, der einigermaßen gute Regenmengen gebracht hat und einen Winter, der zwar keiner war, aber ebenfalls viel Regen brachte.
Warum Waldbrandgefahr?
Eigentlich sollte es in dieser Jahreszeit noch deutlich mehr Niederschläge geben, aber – und das ist die gute Nachricht – in den tieferen Bodenschichten ist die Bodenfeuchte wieder besser. Jedenfalls sehr viel besser als in den Dürrejahren.
Hier der Link auf die Website, auf der der Deutsche Wetterdienst die Bodenfeuchte bis in eine Tiefe von 2 Metern veröffentlicht.
Die Waldbesitzer befürchten, weniger Geld aus ihren Flächen ziehen zu können, wenn sie einen naturnahen Wald ermöglichen. Ob sie und wir es wahrhaben wollen oder nicht:
Wenn es nicht genügend naturnahe Wälder mit einer hohen Wasserspeicherfähigkeit gibt, werden sie gar nichts mehr „verdienen“.
Der folgende Beitrag der Tagesschau könnte als Augenöffner dienen.
Darin heißt es:
Der Wasserrückgang in Deutschland beträgt etwa 2,5 Gigatonnen oder Kubikkilometer im Jahr. Damit gehört es zu den Regionen mit dem höchsten Wasserverlust weltweit.