Am 17.08.2026 wurde im ZDF-Morgenmagazin ein Beitrag gesendet, der in Bezug auf die aktuellen Waldbrände und die historisch niedrigen Pegelstände an Rhein, Elbe und Weser brisant ist.
Der Klimawandel wird deutschlandweit spürbar. Agrarökonom Prof. Hermann Lotze-Campen fordert mehr Klimaresilienz: „Wir müssen noch stärker in die Umsetzung kommen.“
Seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hat nicht nur der CO2-Gehalt in der Atmosphäre drastisch zugenommen. Genau so drastisch hat die Vegetation weltweit abgenommen. Beides durch massiven Eingriff des Menschen. Beides massiv klimawirksam!
Bisher ist leider nur die Rolle des CO2-Gehalts in der Atmosphäre Thema der Diskussion in den Medien und der Politik. In diesem Zusammenhang wird „gerne“ immer wieder darauf hingewiesen, dass wir in Deutschland nur herzlich wenig daran ändern können – und tun es deswegen auch nicht. Ich dachte immer, die deutsche Industrie brauche neue Exportschlager, damit sich Wirtschaft und Wohlstand erholen. Warum exportieren wir nicht bei uns selbst erprobte Technik ins Ausland?
Dass wir uns aber in Deutschland eine „Insel der Glückseligen“ bauen könnten, indem wir den Wald unser Klima regulieren, Wasser „besorgen“ und uns vor Hochwasser schützen lassen, das wird leider überhaupt nicht diskutiert.
Wir Menschen haben es in der Hand, das Blatt zu wenden. Es ist wirklich möglich, wie weltweit durchgeführte Begrünungs-Projekte zeigen. Selbst in den trockensten und heißesten Regionen konnte die Atmosphäre gekühlt werden und Quellen führten wieder Wasser.
Unter diesem Titel gab es eine sehenswerte Dokumentation bei 3sat.
Untertitel: Unterwegs mit den Hütern des Waldes
Ohne Wälder könnten wir nicht überleben. Doch Bäume sind nicht nur unsere Verbündeten im Kampf gegen Klimawandel und Artensterben, sondern auch faszinierende Lebewesen mit einer eigenen Sprache.
Darin gibt es aktuelle Forschungsergebnisse über Pilze, Mykorrhiza, Kommunikation zwischen Bäumen und zu anderen Lebewesen.
Ab etwa Min. 18:00 geht es um Biotiop-Bäume, die an anderer Stelle auch als Habitat-Bäume bezeichnet werden. Welche Bedeutung diese Bäume , die nie gefällt werden, für das Biotop haben, ist faszinierend.
In diesem spannenden Beitrag wird ein mal mehr deutlich, wie wichtig der Wald für das Überleben des Menschen ist und dafür, wie der Klimawandel gedämpft werden kann.
Zusammenfassung einiger Klima-Daten und Argumente von Mensch die glauben, es gebe keinen menschengemachten Klimawandel.
Min. 10:00 Geschichte des Klimas auf der Erde
Klimawandel – der CO2-Beweis
ab Min. 6:50 1824: Jean Baptiste Fourier 1856: Eunice Foote macht das Experiment. Sie bestrahlte Glaszylinder mit unterschiedliche Gaszusammensetzung und lässt da Licht drauf fallen
Der Glaszylinder mit CO2 erwärmte sich ab allerstärksten.
Dieses Experiment könnten wir in der Küche leicht wiederholen. Hier ist die Anleitung dazu.
In Wikipedia gibt es einen ausführlichen Artikel darüber. Unter anderem kann hier gelesen werden, wie die Wechselwirkung mit den Pflanzen ist und wie sich die CO2-Konzentrationen in der Erdgeschicht verändert hat.
Allerdings finde ich bei Harald Lesch die klarsten Aussagen darüber. Hier Beiträge von ihm zum Klimawandel:
Klimawandel – der CO2-Beweis Dies ist die ausführlichste Erklärung, die ich bisher gesehen haben, auf welche Weise Gase überhaupt einen Erwärmungseffekt haben.
Besonders hervorheben möchte ich, dass Harald Lesch über die Geschichte der Forschung um die Atmosphäre und deren Gase berichtet. Alleine das finde ich sehr empfehlenswert zu lesen.
Mittlerweile habe ich ja schon einige Spaziergänge in das Zinsenbachtal mit immer wieder anderen Gruppen gemacht. Dieses Mal war es eine ziemlich große Schar interessierter und gut gelaunter Menschen. Und es waren Leute, die sich schon viel mit Wald, Natur und Umweltschutz beschäftigt hatten. Und ich fing wieder an, meine Fragen zu stellen; nicht ohne den Hinweis, dass es auf jede Frage mehr als nur eine Antwort gibt. Es hat richtig Freude gemacht.
Ein weiterer Bericht über diese Exkursion findet sich auf der Website des BUND und bei WirSiegen.
Foto: Ines Schulte-Wilde
Ein Blick auf einen Nordhang. Hier gibt es einen üppigen Wald mit den unterschiedlichsten Arten, Bäume mit unterschiedlichem Alter, Unterbewuchs und viel Laub und Äste auf dem Boden.
Foto: Ines Schulte-Wilde
Dieser viel trockenere und Wärmere Südhang ist von einem Eichenwald bewachsen. Dieser Wald hat einen völlig anderen Charakter.
Foto: Rolf Schirmacher
Der Zinsenbach ist auf jeden Fall ein ganz besonderer Hingucker. Alleine dieser Bach ist schon Grund genug für einen Spaziergang. Aber nur mal die Frage: Was bewirkt, dass dieser Bach so klares Wasser hat? Wodurch wird unser Trinkwasser so sauber und hygienisch?
Foto: Rolf Schirmacher
Was für ein Kontrast: Die Stahlbetonbrücke über dem wunderschönen Wald des Zinsenbachtals. … und gut gelaunte Waldbegeisterte!
In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 hinterließ das Orkantief Kyrill in Südwesfalen eine Spur der Verwüstung.
so steht es auf der Hinweistafel am Ende des sogenannten Kyrill-Pfads
Am 16. April 2023 waren wir dort. Es regnete zwar nicht, aber es war ganz schön kalt! Das beeiträchtige aber unsere Stimmung nicht im geringsten.
Wie in einem überdimensionalen Mikado liegen die Stämme der damals umgeworfenen Stämme übereinander.
Bizarre Reste von ehemals stattlichen Bäumen zeigten sich am Weg.
Nach und nach zersetzt sich das Holz zu Humus und ermöglicht eine enorme Artenvielfalt.
Der Kyrill-Pfad ist sehr beeindruckend. Zeigt er doch, wie sich Natur von alleine entwickelt, wenn niemand etwas dazu tut. Sicher leisten solche neu entstandenen „Ur-Wälder“ einen nicht zu unterschätzenden Beitrag, um Hitze und Trockenheit, und damit den Klimawandel, zu dämpfen. Allerdings fällt auch auf, dass in der Naturverjüngung in der Hauptsache die Bäume aufwachsen, die vorher betreits dort gestanden haben.
Das Bild unten zeigt einen schönen Rundblick und … es fällt auf, wie wenig auf diesen Flächen gewachsen ist, die nach dem Stum Kyrill abgeräumt worden sind. Es fällt auf, wie viele starke Bäume im Schutz der umgefallenen alten Bäume des Kyrill-Pfades heranwachsen konnten.
Die harte Wahrheit ist, dass sich jeder einzelne Mensch an die eigene Nase packen müsste. Sobald es um unseren eigenen, persönlichen Beitrag geht, kneifen wir. Immer gibt es Ausreden und immer geht es gerade nicht.
Vielleicht gelingt es ja, und durch die aktuellen Klimakatastrophen beginnen wir zu handeln.