Das wichtigste Projekt für Deutschland

Es macht sich immer mehr der Eindruck breit, die Politik können nicht mehr angemessen handeln und die wirklichen Probleme lösen. Angesichts der aktuell vorzunehmenden Reformen scheint das Augenmerk auf den Wald als sehr nebensächlich. Aber…

Ich spreche hier von den Kosten, die der Klimawandel verursacht.
Das sind Schäden durch die Unwetter, Überschwemmungen und Waldbrände. Dazu kommen gesundheitliche Probleme durch die zunehmende Hitze, auf die wir in Deutschland nicht eingestellt sind. In der Hitze lässt sich nicht so effektiv arbeiten, was die Arbeitgeber vermutlich merken werden und die gesundheitlichen Probleme verursachen zusätzliche Kosten für das Gesundheitssystem. Die Zahlen der Versicherungsgesellschaften sprechen da eine eindeutige Sprache.

Ein weiteres Problem ist die Wasserknappheit. Viele Talsperren und Flüsse sind ziemlich leer und an Rhein und Elbe gibt es bereits jetzt (31.07.2026) Rekord-Pegelstände, die eine Schifffahrt verteuern.

Ja klar, die Reduktion von CO2 in der Antmosphäre ist ein Prozess, der global durchgeführt werden muss. Nur sehr wenigeverstehen, dass der Wald ein lange nicht ausgeschöpftes Potenzial bietet, unser regionales Klima nachhaltig zu beeinflussen, wie bereits die Startseite dieser Website feststellt.

Kaum jemand nimmt so recht wahr, dass der Wald das Potenzial hat, die oben genannten Folgen des Klimawandels zu kompensieren. Allerdings brauchen wir dafür große Flächen mit einem artenreichen Wald. Dazu braucht es Informationen und ein Umdenken aller Beteiligten. Die Information möchte ich gerne auf dieser Website machen.

Rebellen der Erde

Der Untertitel dieses Buchs lautet:

Wie wir den Boden retten – und damit uns selbst!

Dieses Buch von Benedikt Bösel muss ich Euch unbedingt vorstellen. Das tue ich mit einem Zitat, das von unmittelbarer Bedeutung auch für den Wald ist:

Dass der Boden in der Klimafrage eine entscheidende Rolle spielen würde, darüber war man sich bereits im Umfeld des legendären UN-Klimagipfels 2015 in Paris sehr sicher, <…> Dort wurde auf Betreiben der französischen Regierung die 4-Promille-Initiative ins Leben gerufen. Hier geht es um die erstaunliche Berechnung, dass ein jährliches Mehr an Humus von 4 Promille – also 0,4%, in allen Böden der Welt die aktuellen Treibhausgasemissionen weitgehen kompensieren kann.

Benedikt Bösel, Rebellen der Erde, Seite 42

Um es uns einmal auf der Zunge zergehen zu lassen:

Um die Nahrungssicherheit für die Zukunft sichern zu können, sind wir gezwungen, den Humusanteil in den Äckern zu erhöhen.
Das heißt:

Um natürliches, gutes, gesundes Essen auf Dauer zu sichern,
um in Zeiten des Klimawandels für Natungssicherheit zu sorgen,
stecken wir den aktuellen CO2-Ausstoß einfach weg!

Oder um es anders auszudrücken:
Um den Humus für das nachhaltige Wachstum von Nutzholz in einem artenreichen Wald aufzubauen, holen wir das aktuell in die Luft geblasene CO2 einfach aus der Luft!

600 Hektar Agroforst würden ausreichen,
um seinen eigenen Regen zu machen

Benedikt Bösel, Rebellen der Erde, Seite 75

Pilze als Kohlenstoffspeicher

Beschäftigen wir uns mit Pilzen, kommen wir aus dem Staunen nicht heraus. Mittlerweile gibt es Studien, die belegen, welch enorme Mengen an CO2 von Pilzen gespeichert werden.

Natürlich:
Im Wald und in allen Biotopen ist nichts „fest“, sonern alles im Fluss. Es finden immer Stoffwechselprozesse statt, die, unter vielem anderen, CO2 binden, aber auch wieder frei setzen. Bei einem Zuwachs an Biomasse und an Humus wird aber eine Menge CO2 festgesetzt.

Hier ein interessanter Beitrag des Spiegel:
Wie Pilze enorme Mengen Kohlenstoff speichern

Hier ein ebenso interessanter Beitrag der Tagesschau:
Wurzelpilze als Kohlenstoffspeicher

Doch obwohl bereits einige Information über Pilze vorliegt, stehen wir bei der Erforschung der Pilze erst am Anfang.