Unsere Wälder (3/3) – Im Reich des Wassers

Dies ist ein unglaublich interessanter Beitrag des Senders 3sat!

Darin wird nicht nur über das Wasser in den Wäldern berichtet, sondern auch über die Bedeutung der Wälder für den Wasserhaushalt der Kontinente.

Für den Amazonasregenwald halten wir es selbstverständlich, dass er einen Einfluß auf das Klima hat. Wir übersehen dabei, dass auch unsere Wälder essenziell für das Wetter, den Wasserhaushalt und sogar für den Regen sind.

Es regnet dort öfter, wo Wälder sich ausbreiten konnten.

3sat-Bericht: Unsere Wälder (3/3) – Im Reich des Wassers

Min. 12:55
Es wird geschätzt, dass der Schweiß des Waldes 45% der Niederschläge in Deutschland ausmacht. Es regnet dort öfter, wo Wälder sich ausbreiten.

Min. 36:25
Jeder Wald ist eine gigantische Wasserpumpe und damit Teil der globalen Klimamaschine, die Wolken rund um den Erdball schleust – von den Meersküsten in das Landesinnere.
Die Regenwolken, die vom Atlantik her über Europa ziehen, haben sich nach spätestens 600 km abgeregnet und aufgelöst. Dass Innere des Kontinents bliebe trocken, gäbe es nicht unsere großen Wälder.

Min. 37:55
Wälder sind die größten Süßwasserspeicher des Planeten.
Unter jedem Quadratmeter Wald können sich bis zu 200 Liter Wasser ansammeln.
Vom Waldboden perfekt gefiltert wird es besonders sauberes Grundwasser.

12 Fakten über Böden

Auf meinen Spaziergängen im Zinsenbachtal war es mir immer wichtig, auf die Bedeutung des Bodens hinzuweisen. Ich sprache davon, dass wir den Boden mit Füßen treten, ohne uns um ihn zu kümmern. Aber genau im Boden liegt der Schlüssel für den Wald der Zukunft.

Daher habe ich mich sehr über einen Beitrag des BUND gefreut, den Ihr hier finden könnt:
BUND-Website

Der Bodenatlas 2024 fasst Daten und Fakten zu einer unserer wichtigsten Ressourcen zusammen.

Dieses Bild von der BUND-Website finde ich genial.

Bitte schaut Euch unbedingt diese Seite des BUND an. Die dort genannten Fakten gehen noch weit über die regionale Bedeutung hinaus, die ich sonst gerne betone.

Missverständnisse zum Klimawandel

Ein Beitrag von Harald Lesch auf Youtube

Zusammenfassung einiger Klima-Daten und Argumente von Mensch die glauben, es gebe keinen menschengemachten Klimawandel.

Min. 10:00
Geschichte des Klimas auf der Erde

Klimawandel – der CO2-Beweis

ab Min. 6:50
1824: Jean Baptiste Fourier
1856: Eunice Foote macht das Experiment. Sie bestrahlte Glaszylinder mit unterschiedliche Gaszusammensetzung und lässt da Licht drauf fallen

Der Glaszylinder mit CO2 erwärmte sich ab allerstärksten.

Dieses Experiment könnten wir in der Küche leicht wiederholen.
Hier ist die Anleitung dazu.

Rebellen der Erde

Der Untertitel dieses Buchs lautet:

Wie wir den Boden retten – und damit uns selbst!

Dieses Buch von Benedikt Bösel muss ich Euch unbedingt vorstellen. Das tue ich mit einem Zitat, das von unmittelbarer Bedeutung auch für den Wald ist:

Dass der Boden in der Klimafrage eine entscheidende Rolle spielen würde, darüber war man sich bereits im Umfeld des legendären UN-Klimagipfels 2015 in Paris sehr sicher, <…> Dort wurde auf Betreiben der französischen Regierung die 4-Promille-Initiative ins Leben gerufen. Hier geht es um die erstaunliche Berechnung, dass ein jährliches Mehr an Humus von 4 Promille – also 0,4%, in allen Böden der Welt die aktuellen Treibhausgasemissionen weitgehen kompensieren kann.

Benedikt Bösel, Rebellen der Erde, Seite 42

Um es uns einmal auf der Zunge zergehen zu lassen:

Um die Nahrungssicherheit für die Zukunft sichern zu können, sind wir gezwungen, den Humusanteil in den Äckern zu erhöhen.
Das heißt:

Um natürliches, gutes, gesundes Essen auf Dauer zu sichern,
um in Zeiten des Klimawandels für Natungssicherheit zu sorgen,
stecken wir den aktuellen CO2-Ausstoß einfach weg!

Oder um es anders auszudrücken:
Um den Humus für das nachhaltige Wachstum von Nutzholz in einem artenreichen Wald aufzubauen, holen wir das aktuell in die Luft geblasene CO2 einfach aus der Luft!

600 Hektar Agroforst würden ausreichen,
um seinen eigenen Regen zu machen

Benedikt Bösel, Rebellen der Erde, Seite 75

Erderwärmung durch Kohlendioxid

Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre liegt bei 0,04 Prozent. Wie kann eine so geringe Menge das Klima erwärmen?

In SWR-Wissen wird diese Frage beantwortet.

In Wikipedia gibt es einen ausführlichen Artikel darüber. Unter anderem kann hier gelesen werden, wie die Wechselwirkung mit den Pflanzen ist und wie sich die CO2-Konzentrationen in der Erdgeschicht verändert hat.

Allerdings finde ich bei Harald Lesch die klarsten Aussagen darüber. Hier Beiträge von ihm zum Klimawandel:

Missverständnisse zum Klimawandel aufgeklärt

Klimawandel – der CO2-Beweis
Dies ist die ausführlichste Erklärung, die ich bisher gesehen haben, auf welche Weise Gase überhaupt einen Erwärmungseffekt haben.

Besonders hervorheben möchte ich, dass Harald Lesch über die Geschichte der Forschung um die Atmosphäre und deren Gase berichtet. Alleine das finde ich sehr empfehlenswert zu lesen.

Pilze als Kohlenstoffspeicher

Beschäftigen wir uns mit Pilzen, kommen wir aus dem Staunen nicht heraus. Mittlerweile gibt es Studien, die belegen, welch enorme Mengen an CO2 von Pilzen gespeichert werden.

Natürlich:
Im Wald und in allen Biotopen ist nichts „fest“, sonern alles im Fluss. Es finden immer Stoffwechselprozesse statt, die, unter vielem anderen, CO2 binden, aber auch wieder frei setzen. Bei einem Zuwachs an Biomasse und an Humus wird aber eine Menge CO2 festgesetzt.

Hier ein interessanter Beitrag des Spiegel:
Wie Pilze enorme Mengen Kohlenstoff speichern

Hier ein ebenso interessanter Beitrag der Tagesschau:
Wurzelpilze als Kohlenstoffspeicher

Doch obwohl bereits einige Information über Pilze vorliegt, stehen wir bei der Erforschung der Pilze erst am Anfang.

Wo unsere Erde unbewohnbar wird

In letzter Zeit gibt es immer mehr Reportagen und Berichte daüber, welche Teile unserer Erde durch den Klimawandel unbewohnbar sein werden. In der Morgenpost z.B. wird ein interaktives Modell gezeigt, wo wir die entsprechenden Orte erkunden können.

Dem möchte ich hier etwas entgegensetzen, indem ich über Erfolge beim Begrünen der Welt hinweise. In diesem Blog habe ich bereits über das Buch von Jochen Schilk hingewiesen:

Die Wiederbegrünung der Welt.

In diesem Buch berichtet Jochen Schilk über die „Begünung des Mondes“. Auf dem Gelände eines Steinbruchs, auf dem die Grundstoffe für die Herstellung von Zement gebrochen wurden, wurde ein Paradies geschaffen. Das ist Heute unter dem Namen Haller Park bekannt. Ohne die Eingriffe des Menschen wäre eine unbewohnbare Wüste zurückgeblieben. Heute ist der Haller Park ein Vorzeigeprojekt, das weit über Kenias Grenzen bekannt ist. Es ist ein beliebtes Ziel im Öko-Tourismus.

Dieses Beispiel zeigt, dass es sehr wohl möglich ist, durch Begrünung eine gut bewohnbare Erde zu erhalten. Dürre und Hitze sind durchaus nicht unabwendbar.

Pilze sind echte Öko-Ingenieure

Bekannt ist, dass in artenreichen Wäldern richtig viel CO2 gespeichert wird. Genauer:
In der Substanz, aus der die Pflanzen bestehen.

Durch Photosynthese wird das CO2 der Luft entzogen. Daraus bauen die Pflanzen ihre Zellen auf, deren Hauptbestandteil Zellulose ist, einem Mehrfachzucker, dessen Hauptbestandteil Kohlenstoff ist.

Bei der Zersetzung der Biomasse wird der Kohlenstoff in Form von CO2 wieder freigesetzt. Das sind langwierige Prozesse, und solange Biomasse vorhanden ist, und solange Humus im Boden aufgebaut wird, ist das CO2 festgelegt.

In dem Spiegel-Kolumne „Wie Pilze enorme Mengen Kohlenstoff speichern“ wird herausgearbeitet, wie stark Pilze an diesen Prozessen beteiligt sind.

Es wird wieder einmal klar, wie wenig wir bisher über Pilze wissen und wie wenig über sie geforscht worden ist.

Auf meinen Spaziergängen im Zinsenbachtal weise ich gerne darauf hin, welche zentrale Bedeutung der Boden im Wald hat. Zu sehr haben wir den Fokus auf die Bäume gehabt und nicht auf den Boden. Doch unsere Bemühungen zur Rettung des Klimas und der Artenvielfalt gerade hier, im von uns so wenig beachteten Boden und den Öko-Ingenieuren, den Pilzen.

BUND-Exkursion in das Zinsenbachtal

Mittlerweile habe ich ja schon einige Spaziergänge in das Zinsenbachtal mit immer wieder anderen Gruppen gemacht. Dieses Mal war es eine ziemlich große Schar interessierter und gut gelaunter Menschen. Und es waren Leute, die sich schon viel mit Wald, Natur und Umweltschutz beschäftigt hatten. Und ich fing wieder an, meine Fragen zu stellen; nicht ohne den Hinweis, dass es auf jede Frage mehr als nur eine Antwort gibt. Es hat richtig Freude gemacht.

Ein weiterer Bericht über diese Exkursion findet sich auf der Website des BUND und bei WirSiegen.

Foto: Ines Schulte-Wilde

Ein Blick auf einen Nordhang. Hier gibt es einen üppigen Wald mit den unterschiedlichsten Arten, Bäume mit unterschiedlichem Alter, Unterbewuchs und viel Laub und Äste auf dem Boden.

Foto: Ines Schulte-Wilde

Dieser viel trockenere und Wärmere Südhang ist von einem Eichenwald bewachsen. Dieser Wald hat einen völlig anderen Charakter.

Foto: Rolf Schirmacher

Der Zinsenbach ist auf jeden Fall ein ganz besonderer Hingucker. Alleine dieser Bach ist schon Grund genug für einen Spaziergang. Aber nur mal die Frage:
Was bewirkt, dass dieser Bach so klares Wasser hat?
Wodurch wird unser Trinkwasser so sauber und hygienisch?

Foto: Rolf Schirmacher

Was für ein Kontrast:
Die Stahlbetonbrücke über dem wunderschönen Wald des Zinsenbachtals.
… und gut gelaunte Waldbegeisterte!

Foto: Ines Schulze-Wilde