Es gibt sehr viele sehr gute Gründe für den Nationalpark Rothaarkamm, wie auf den Website der Naturschutz-Verbände gut dokumentiert ist.
Die Beschreibung, welche positiven Auswirkungen der Nationalpark auf die Land- und Forstwirtschaft in den umliegenden Flächen hat, habe ich noch nirgendwo entdecken können. Ich halte sie für das wichtigste Argument für den Nationalpark:
Der Nationalpark Rothaarkamm kühlt seine Umgebung und versorgt sie mit Wasser.
Die umliegende Land- und Forstwirtschaft wird dadurch vor Hitze und Trockenheit geschützt!
Anders ausgedrückt:
Je weiter die Flächen vom Nationalpark entfernt sind,
desto mehr werden sie von der erwartbaren Hitze und Dürre betroffen sein!
Wir leben in Zeiten des Klimawandels, der sich durch immer größere Hitze und und Wassermangel bemerkbar macht. Ein so großer artenreicher Wald mit einem komplexen Ökosystem, wie der Nationalpark, ist ein natürlicher Wasserspeicher, der den Wassermangel seiner Umgebung dämpfen kann. Ein Wald dieser Größenordnung intensiviert sogar den Regen in der Region. Zudem kühlt er sich selbst ab, was ebenfalls einen Einfluss auf seine Umgebung hat.
Der Nationalpark verhindert die sich selbst verstärkende Trockenheit in der Region.
Diesbezüglich haben wir kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Der Nationalpark ist ein wichtiger Baustein für die Klima-Resilienz unserer Region und sichert damit ein Stück weit die Existenz der Waldbauern und Landwirte.