Das Kronendach, die Äste und der Stamm der Bäume bietet nicht nur Säugetieren, Vögeln und Insekten einen Lebensraum, sondern auch weiteren Pflanzenarten. Diese Zone des Waldes trägt eine große Artenvielfalt.
Das Blätterdach verdunstet sehr viel Wasser und kühlt dadurch die Luft. Durch die aufsteigende Feuchtigkeit vermag ein ausreichend großer Wald selbst Wolken zu erzeugen. So entstehen, zum Beispiel, die täglichen Gewitter über dem Amazonasgebiet. Außerdem können die Wälder die Wolken, die sich über den Meeren bilden, tiefer in die Kontinente leiten; ganz so, als wären sie eine Fortführung des Meeres. Auf diese Weise sorgen die Wälder für die eigene Bewässerung und wirken der Dürre entgegen.
Aber auch im kleineren Maßstab funktioniert das. Wälder kühlen die Luft. Je kühler die Luft ist, desto weniger Wasserdampf kann sie enthalten. Wenn die Luft abkühlt, muss überschüssiger Wasserdampf kondensieren und abregnen.
In Anbetracht der aktuellen Waldbrände in Brandenburg und Sachsen fragt man sich natürlich, ob solch ein Biotop „Wald“ nicht auch hier hilfreich wäre.
Das geschlossene Blätterdach erzeugt eine besondere Atmosphäre im Wald. Das Blätterdach spendet Schatten, erzeugt einen kühlen und feuchten Innenraum und trägt damit wesentlich zur Kühlung und zum Gedeihen des gesamten Waldes bei. Messungen haben gezeigt, dass die Bodentemperatur in der Sommerhitze leicht um bis zu 10°C kühler ist als in der Umgebung.