Blog

vertrocknete Bäume retten

Diese junge Buche sieht nicht gut aus, nach dem Dürre-Sommer 2022

Frage:
Was könnte sie retten?

Eine dicke Packung Mulch!

Darunter würden sich schnell jede Menge Mikroorganismen, Insekten, Würmer und Pilze bilden. Wenn die gepflegt und gefüttert werden, sorgen sie bald für einen durchlässigen Humus, der die Versorgung mit Wasser erheblich verbessert. Auch auf kleineren Flächen hat das bereits erhebliche Verbesserungen zur Folge.

Sowas ist teuer?

Für Leute, die keine Phantasie haben, schon!

Das Problem für die, die mit dem Wald Geld erwirtschaften wollen:
Ohne die Pflege des Waldes und ein radikales Umdenken, wird niemand mehr einen wirtschaftlichen Erfolg haben können.
Daran ändern auch dürre-resistente Bäume nichts.
Nur durch intakte Wald-Biotope kann verhindert werden, dass es immer und immer trockener wird.

Ich weiß, es ist verboten, aber warum soll man nicht die Grünschnitte aus den umliegenden privaten Gärten nutzen, um diese Buche mit Mulch zu versorgen.

Es würde sehr helfen, wenn verschiedene Gräser und Stauden gesät würden. Hilfreich wären auch heimische Büsche und Sträucher sowie Pionierpflanzen. Sie würden den Boden überschatten und das Austrocknen verhindern. Dazu würde jede Menge Biomasse entstehen, die für ausreichend Mulch sorgt.

Es hilft also nicht, einfach einen Baum oder auch viele Bäume zu pflanzen.
Ein ganzes Biotop ist nötig.

Es reicht nicht (mehr), eine einfache und kosteneffektive Lösung zu finden.
In der Komplexität, in der Vernetzung liegt die Chance.
Die Lösung ist dann sogar einfach!

SOS Dürre-Alarm

Diese Sendung des ZDF Plan B hat mich total fasziniert!

Alle Beiträge dieser Sendung sind klasse. Hätte nicht gedacht, dass sogar Feuer eine ökologische und konstruktive Wirkung haben könnte. Aber einfach nur unglaublich finde ich die Bio-Bäuerin in Brandenburg, die einen Mut und Optimismus hat, den ich nur bewundern kann.

Auf eigene Kosten und eigenes Risiko hat sie Pappeln buchstäblich in den Sand gesetzt. Das war vor zwei Jahren, und heute sind diese Pappeln fünf Meter hoch. Zudem sorgen die Bäume dafür, dass Wasser im Boden gehalten wird.

Diese Bäuerin pflanzt Wasser!

Ich glaube, wir alle müssen noch ganz schön umdenken.

Hier der Link auf den Plan b

Die Wiederbegrünung der Welt

Dieses Buch von Jochen Schilk hat mich beeindruckt und erfreut zugleich!
Er liefert Zahlen, Fakten und Studien zu meiner These, zu der ich aufgrund meiner Spaziergänge im Wald gekommen bin:

  1. Wir können, unabhängig von anderen, selbst etwas wesentliches tun, um die Erderhitzung zu bremsen und eine lebenswerte Welt wachsen zu lassen!
    Zwar erst mal „nur“ in der Region, aber eben unabhängig von anderen.
  2. Wenn weltweit massiv intakter Wald entsteht, wirkt das nicht nur der Welterhitzung entgegen. Zusätzlich bekommen auch die ärmsten Menschen eine Lebensgrundlage.

So drastisch war mir das nicht bewusst:
Durch die Misswirtschaft in Land- und Forstwirtschaft trocknet unser blauer Planet aus!
Erst durch die Wiederbegrünung kommt das Wasser zurück!

Kunstdünger, Gift, Pestizide und viel andere Chemikalien, ohne die die riesigen, baumlosen Monokulturen nicht bestehen können, haben wir ein

Wachstum in den Untergang!

Jochen Schilk
Die Wiederbegrünung der Welt, Seite 87

Toll finde ich den Namen Jochen Schilks Website:

Planetenpflege.de

erster Spaziergang

Am 21. Mai 2022 fand der erste Spaziergang im Zinsenbachtal statt.
Das Thema war das Biotop Wald und welchen Einfluss es auf den Menschen und den Klimawandel hat.

Als sich die kleine Gruppe auf dem Wanderparkplatz traf, war ich ein wenig aufgeregt. Ich war froh darüber, dass nur Freunde dabei waren. Mit ihnen wollte ich ein für mich neues Konzept ausprobieren. Es ging gleich auf dem Parkplatz los:

„Achtet mal darauf, wie der Sonnenstand ist,
in welche Himmelsrichtung die Hänge geneigt sind,
was auf dem Waldboden so ‚rumliegt‘ und
wie ihr euch fühlt.“

Auf den Gesichtern las ich Fragezeichen, und es ging los. Bald schon bekam der Spaziergang eine interessante Dynamik. Anstatt zu erklären, fragte ich:

  • Seht ihr das Laub und die Äste unter dem Grün der Bäume und Sträucher?
  • Warum ist der Boden hier trocken und hart und dort drüben nicht?
  • Wie ist das Wasser bei dem Starkregen gestern hier abgelaufen?
  • Riecht mal — wie fühlt ihr euch?
  • Woher kommen der Duft und das Wohlgefühl?
  • Warum wachsen hier immer noch Fichten, und warum sind sie dort vertrocknet?
  • Warum gibt es dort Moos unter den Bäumen und hier nicht?
  • Wie viel Wasser wird der Boden hier wohl speichern?
  • Warum speichert er hier viel bzw. warum speichert er dort nix?
  • Wann werden wohl die frisch aufgeforsteten Bäumchen verdorrt sein?
  • Wusstet ihr, dass der Steuerzahler die Aufforstung bezahlt?
  • und so weiter, und so weiter…

Es war total interessant, wie die Teilnehmer versuchten, die Lösungen zu finden, was auch oft gelang. Es war spannend zu beobachten, wie sich die Aufmerksamkeit ändert, wenn man auf diese Weise forschend im Wald spazieren geht. Es war entspannend, und trotzdem konnten viele neue Eindrücke und Erkenntnisse aufgenommen werden.

Dieses Konzept, ganz viele Fragen zu stellen, ist voll aufgegangen. Eine Teilnehmerin sagte, sie sei noch nie so aufmerksam durch den Wald gegangen und würde „ihren“ Wald zu Hause jetzt sicher auch mit anderen Augen sehen.
Ein Teilnehmer vermutete, dass die Bauern anscheinend nichts mehr mit Natur zu tun haben, sondern den maximalen Gewinn aus den Flächen pressen würden.

Ich bin total happy darüber, dass der Spaziergang so gut gelaufen ist und die Teilnehmer beeindruckt und erfreut waren.

Gemeinwohl-Ökonomie

Wenn es um den Wald geht, geht es auch immer um Ökonomie. Viele Menschen verdienen mit dem Wald ihr Geld und am Wald hängt ein gesamter Wirtschaftszweig. Der Wald liefert Rohstoff Holz. Holz wird dringend benötigt. Wir kommen also nicht umhin, uns mit dem Thema Ökonomie zu befassen.

Der vom Menschen selbst ausgelöste Klimawandel zwingt nun zu einem Umdenken. Es wird nicht mehr den Baum geben, der die Fichte als den sogenannten Brotbaum der Holzwirtschaft ersetzt. Künftig wird es nicht mehr möglich sein, mit dem Wald Geld zu verdienen, ohne ihn zu schützen und ihn gedeihen zu lassen.

Ökonomie ohne funktionierende Ökologie wird es nicht mehr geben.
Nicht, weil jemand das so will, sondern weil die Natugesetze nichts anderes mehr zulassen.

Zeit, dass wir uns mit der Gemeinwohl-Ökonomie befassen. Hier wird deutlich, wie sich nach und nach das Verhalten von uns Menschen ändern wird.

Hier ein kleiner Einstieg in die Gemeinwohl-Ökonomie.

Hier ein Beitag des WDR zum Thema.

Hier ein Vortrag von Christian Felber.
Unglaublich interessant.

Deglobalisierung

Um wie viel besser würde es dem Wald gehen, wenn wir nicht mehr Schweinefleisch, Holz und Käse nach China exportieren würden?

Um wie viel besser würde es den Menschen gehen, wenn sie Lebensmittel mehr für den eigenen Bedarf und weniger für den Export anbauen würden?

Ein bemerkenswerter Artikel über die Deglobalisierung gibt es hier!

Konsumdeppen

Ja – wenn der Wald zum größten Teil wieder ein natürliches Biotop werden darf, werden wir auch weniger Geld mit ihm „verdienen“. Das Wort „verdienen“ habe ich in Anführungszeichen gesetzt, weil wir darunter eine positive Handlung verstehen, die einen Lohn – nun ja – „verdient“. Wenn wir aber mit Fichtenplantagen Geld machen, haben wir es nicht „verdient“, sondern aufgrund von Zerstörung herausgezogen.

Wir sollten verstehen, dass unsere Lebensqualität und unser Glück eben nicht davon abhängen, wie viele Güter wir verbrauchen. Wenn wieder einmal davon die Rede ist, dass wir unseren Gürtel enger schnallen müssten, ist das entweder veraltetes Denken oder bewusste Irreführung.

Das Thema ist komplex und diese meine Meinung bricht mit alten und liebgewordenen Ansichten. Deshalb lege ich die Ausführungen von Prof. Niko Paech ans Herz. Eine wirkliche Freiheit und das persönliche Glück, was jedem einzelnen zugute kommt, lässt sich eben nicht mit einem (vielleicht modifizierten) „weiter so“ erreichen.

Hier ist ein interessantes Interview mit Prof. Niko Paech.

Deutschland trocknet langsam aus

Heute Morgen im Wetterbericht:
Sonnenschein – super nach den langen, grauen Wintermonaten! – und
Waldbrandgefahr!

Moment mal!
Wir hatten 2021 doch einen Sommer, der einigermaßen gute Regenmengen gebracht hat und einen Winter, der zwar keiner war, aber ebenfalls viel Regen brachte.

Warum Waldbrandgefahr?

Eigentlich sollte es in dieser Jahreszeit noch deutlich mehr Niederschläge geben, aber – und das ist die gute Nachricht – in den tieferen Bodenschichten ist die Bodenfeuchte wieder besser. Jedenfalls sehr viel besser als in den Dürrejahren.

Hier der Link auf die Website, auf der der Deutsche Wetterdienst die Bodenfeuchte bis in eine Tiefe von 2 Metern veröffentlicht.

Die Waldbesitzer befürchten, weniger Geld aus ihren Flächen ziehen zu können, wenn sie einen naturnahen Wald ermöglichen. Ob sie und wir es wahrhaben wollen oder nicht:
Wenn es nicht genügend naturnahe Wälder mit einer hohen Wasserspeicherfähigkeit gibt, werden sie gar nichts mehr „verdienen“.

Der folgende Beitrag der Tagesschau könnte als Augenöffner dienen.

Darin heißt es:

Der Wasserrückgang in Deutschland beträgt etwa 2,5 Gigatonnen oder Kubikkilometer im Jahr. Damit gehört es zu den Regionen mit dem höchsten Wasserverlust weltweit.

Purpose-Unternehmen

Aus den von mir geliebten und gegen den Klimawandel notwendigen Wald-Biotopen wird nichts, wenn wir nicht auch Wirtschaft neu denken. In diese Situation sind wir ja erst durch Gier gekommen, also dem Drang, möglichst viel Geld aus einem Unternehmen zu ziehen.
Das Wort Geld „verdienen“ verwende ich ganz bewusst nicht, denn verdienen bedeutet ja, dass man etwas Gutes getan hat, durch das man sich etwas „verdient“ hat. Bei dem aktuell vorherrschenden Turbo-Kapitalismus ist das aber definitiv nicht der Fall.

Okay – aber wer von uns ist denn frei von Gier?
Wir sind sicherlich unterschiedlich „erfolgreich“ mit der Gier, aber können wir uns völlig davon freisprechen?

Die Purpose-Unternehmen empfinde ich als eine echte Wende in der Wirtschaft. Diese Unternehmen dienen ihren Mitarbeitern und der Gemeinschaft, aber nicht mehr dem Kapital. Der Sinn eines Purpose-Unternehmens ist nicht mehr, möglichst viel Geld zu „machen“, sondern der Sinn besteht in dem, was sie tun. Es geht nicht darum, nichts mehr zu verdienen, denn jeder Mensch braucht Geld. Aber so viel, dass man dieses Geld im ganzen Leben nicht einmal ansatzweise ausgeben könnte?
Cui bono? Wem nützen Amazon, Google und Co. wirklich?

Purpose-Unternehmen beinhalten eine völlig neue Form, Wirtschaft zu denken. Herkömmliche Begriffe sind für sie schwer anwendbar.

Hier geht es zur Website der Purpose-Economy.org

ARTE hat einen tollen Bericht darüber gebracht:

https://www.youtube.com/watch?v=g3CuQ75anOc


Und hier geht’s zu meiner Lieblings-Suchmaschine Ecosia, auch ein Purpose-Unternehmen!


Nationalpark Bayerischer Wald

Den Nationalpark Bayerischer Wald fand ich schon immer faszinierend. Wie wurde damals darüber gestritten, ob der Borkenkäfer einfach „wüten“ durfte. Auf riesigen Flächen starb der Wald ab.

Der Wald?
Nein!
Nicht der Wald!
Es gab nämlich keinen Wald, der abstarb, sondern nur triste Fichten-Felder.

Und wie steht der Nationalpark Bayerischer Wald heute da?

Hier gibt es den Beitrag über Hans Bibelriether, der maßgeblich daran beteiligt war, dass es diesen phantastischen Nationalpark in dieser Form gibt.
Ein unglaublicher Mann!
Hier ist seine Geschichte: