Was ein Biotop ist, wird bei Wikipedia sehr gut beschrieben. Deshalb kann ich hier auf eine Besonderheit eingehen.
In einem Biotop liegt die Aufmerksamkeit nicht so sehr auf den einzelnen Tier- und Pflanzenarten, sondern darauf, wie sich diese Arten gegenseitig beinflussen. Neben den Arten gibt es weitere Elemente in einem Biotop, wie z.B. Wasser, Boden, die Richtung der Hangneigung, Sonneneinstrahlung, Felsen, Flächen.
Alle Arten und Elemente sind in ständiger Wechselwirkung miteinander und beeinflussen sich gegenseitig.
Jede Art hat eigene Strategien, wie sie mit Störungen umgeht, wie Angriffe anderer Arten oder fehlenden Ressourcen. Ein Biotop reagiert in seiner Gesamtheit auf Störungen von außen, wie z.B. Starkregen, Sturm, Trockenheit, Hochwasser, Hitze oder Kälte. In seiner Gesamtheit sind die Antworten des Biotops auf die Störungen sehr viel mächtiger und effektiver, als eine einzelne Art es jemals könnte.

Ein Biotop kann aus mehreren Unterbiotopen bestehen. Ein Wald beispielsweise besteht aus solchen Unterbiotopen wie Boden, Bäche und Tümpel, Lichtungen, Dickichte, Hecken, Sümpfe. Und in jedem Unterbiotop sind charakteristische Tier-, Pflanzen und Pilzarten zu finden.
Daher habe ich dir Vorstellung, dass so ein Biotop eine Art Super-Organismus ist, dessen Organe die Lebewesen und Unterbiotope sind, aus denen es besteht.
So ist die Qualität der Biotope auch sehr unterschiedlich. Eine Monokultur (welche Baumart auch immer es sein mag) ist ein Biotop, ja, nur es ist nicht sonderlich Wiederstandsfähig. Ein Sturm kann so ein Biotop flachlegen. Daher besteht die Frage:
Was macht ein Biotop so Wiederstandsfähig?
Die Antwort ist einfach:
Es ist die Artenvielfalt!