Blog

Trockene Standorte

Wasser wird gepflanzt!

Das gilt natürlich besonders für trockene Standorte.

Wie bei allen anderen Standorten gilt auch hier:
Der Boden muss beschattet sein und es muss möglichst viel Biomasse wachsen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich dabei um Bäume, Sträucher, Stauden oder Gräser handelt. Je kühler der Boden, desto besser kann sich die Biomasse in Humus verwandeln. Für diese Umsetzung sind Pilze wichtig. Pilze dienen neben die Zersetzung besonders von Holz auch dazu, Wasser per Mykorrhiza an die Bäume zu bringen.

In den Wäldern sollte darauf geachtet werden, dass die Bäume und andere Pflanzen heimische Arten sind. Sie fügen sich in die bei uns vorkommenden Biotope ein und unterstützen die Artenvielfalt.

Natürlich kann man überlegen, für einen Übergang auch fremde Pflanzen zu nutzen, doch haben die heimischen Baumarten eine solche genetische Vielfalt, dass sie sich an mehr Trockenheit und Hitze anpassen können.

Wir sollten nicht aus den Augen verlieren:
Das Ziel ist, zu kühlen und Wasser zu vermehren.
Das bedeutet:
Den Klimawandel zu dämpfen und vielleicht zu beenden.

Dazu sind dichte, schattige, artenreichen Wälder das beste Mittel.

Bäume für trockene Standorte:

Trinkwasserwald

Bäume Pflanzen,
Trinkwasser ernten

Der Trinkwasserwald e.V. macht deutlich, wie die Ressource Trinkwasser vermehrt werden kann. Er weist darauf hin, dass Wasser das wichtigste Lebensmittel ist, das es zu vermehren gilt.

Er macht vor, wie ein wirtschaftlicher Erfolg mit Hilfe des Waldes möglich ist. Der Fokus des Trinkwasserwald e.V. liegt auf dem Wasser, doch hat er auch die Funktion z.B. als Holzlieferant im Blick.

Hier ist der Link zum Trinkwasserwald e.V.

Bitte unbedingt anschauen!

Wald beeinflusst Klima

Sicher:
Der Wald bindet jede Menge CO2, doch langsam nehmen Wissenschaft und Berichterstattung immer mehr wahr, dass der Einfluss des Waldes auf das Klima keineswegs auf das Binden von CO2 beschränkt ist.

Es gibt einen 2. Faktor, der global sicherlich einen ähnlich großen Einfluss auf das Klima hat wie das CO2. Das ist die phänomenale Fähigkeit des Waldes, Wasser zu speichern, zu filtern, versickern zu lassen und zur Verfügung zu stellen. Weil Wald kühlt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass es im Wald regnet und Nebel an den Ästen und Blättern des Waldes kondensiert. Auf diese Weise sorgt der Wald auch für mehr Wasser.

Über die Frage, wie der Wald das Klima beeinflusst, hat das Magazin „Spektrum der Wissenschaft“ einen Artikel veröffentlicht:
Wie Wälder das Klima beeinflussen

Zu diesem Thema gibt es eine wunderbare Website aus Österreich:
Waldgeschichten

In der ZDF Doku Terra X gab es einen tollen Beitrag über unsere Wälder mit dem Titel:
Im Reich des Wassers

Energiewunder Plattenbau

Am 20.11.2022 wurde eine sehr interessante Ausgabe des ‚Weltspiegel‘ in der ARD ausgestrahlt.

In Polen wird in privaten Haushalten sehr häufig mit Kohleöfen geheizt – mit den entsprechenden unangenehmen Abgasen. Außerdem: Kohle wird deutlich teurer, so dass die Menschen immer mehr Geld für das Heizen ausgeben müssen.

Klingt ein wenig wie Asterix und Obelix:
Ganz Polen?
Nein!
Ein kleiner Plattenbau widersetzt sich und hat gar keine Abgase mehr, dafür aber sehr niedrige Energiekosten.

Weltspiegel:
Polen: Energiewunder Plattenbau

Mehr zum Thema Wirtschaft hier!

Begrünung von Wüsten

Nein, das ist keine Übertreibung!
Tatsächlich sind viele Wüsten erfolgreich begrünt worden!

Und was in der Wüste funktioniert, sollte doch im deutschen Wald schon lange gehen, oder?
Warum gibt es hierzulande so viele Waldflächen, die einfach vertrocknet sind?

Die umfangreichste Dokumentation zur Begrünung von Wüsten und vielen anderen Landschaften habe ich in diesem Buch gefunden:

Wenn Du aus dem Staunen nicht herauskommen willst, solltest Du unbedingt dieses Buch lesen!

Wangari Maathai

Prof. Dr. Wangari Maathai aus Kenia, die sogenannte Mutter der Bäume, hat wirklich Großes in ihrem Leben geleistet.
Die von ihr gegründete Bewegung „Das Grüne Band“, die einen Wald quer durch Afrika pflanzen will, ist bisher die wohl bekannteste Initiative zur Wiederbegrünung der Wüsten. Dabei ging es dieser großen Dame auch und besonders um soziale Aspekte und Frauenrechte!

Der Mann, der die Wüste aufhielt

Ein Video, das mich absolut fasziniert hat, ist das
über den Mann, der die Wüste aufhielt.

FMNR
Farmer Managed Natural Regeneration

Nicht weniger faszinierend ist die FMNR-Methode des Australiers Tony Rinaudo.
Hier ein Beitrag in Wikipedia:
FMNR – Farmer Managed Natural Regeneration

Wüstenbildung in Spanien

Im Beitrag SOS Dürre-Alarm habe ich von einer Bio-Bäuerin Maria Giménez in Brandenburg berichtet. Bei der Recherche bin ich auf weitere Beiträge von ihr gestoßen, in denen sie darüber berichtet, wie die industrielle Landwirtschaft den Süden Spaniens (Andalusien) im wahrsten Sinne des Wortes verwüstet.

In Südspanien konnte man sehen, wie die industrielle Landwirtschaft das Land kaputt macht.

Maria Giménez

Die Wüstenbildung, also Desertifikation, ist ein verbreitetes Problem, das man z. B. in der Sahelzone hat, aber nicht in Europa vermutet. In Spanien ist es aber bereits genau dazu gekommen, allerdings aus anderen Gründen als in der Sahelzone.

In der Sahelzone sind es die Menschen, die für ihr Überleben alles Grüne abernten (müssen!), in Spanien ist es die industrielle Landwirtschaft. Und wir in Deutschland arbeiten fleißig daran, ebenfalls bald selbstgemachte Wüsten zu bekommen.

Pilze: Wie sie die Welt retten können

Wenn wir über die Wälder sprechen, vergessen wir meistens, den Blick auf den Boden zu richten. Der Boden ist entscheidend für den Wald als Ganzes. Die Pflanzen füttern den Boden und machen ihn dadurch fruchtbar. Pilze sind wichtig für den Aufbau von Humus und sind selbst ein wesentlicher Bestandteil von Humus.

Wenn wir sagen „da ist ein Pilz unter dem Baum“, haben wir Tatsachen verwechselt, denn:
der Baum wächst auf dem Pilz!

Dieses ist ein Beitrag, der wirklich Mut machen kann!

Vieles von dem, was wir kaum für möglich halten, wird durch Pilze möglich.

Wir haben eine echte Chance, unseren Planeten wieder bewohnbar zu machen,
enkeltauglich zu machen!

Wasserkrieg

Zwar war mir bekannt, dass es auf der Iberischen Halbinsel sehr trocken ist und dass es dort große Flächen gibt, die „verwüstet“ sind. Flächen, die zu Wüsten wurden und nicht mehr genutzt werden können. Dennoch hat es mich schockiert, dass nun ein Wasserkrieg zwischen Portugal und Spanien droht.

Bisher kannten wir so etwas eher aus Afrika, und es ist schon viel darüber geschrieben worden.

Warum versuchen wir nicht, Wasser wieder herbeizuholen? Es ist keineswegs schicksalhaft, dass es Kriege um Wasser geben muss. Hier muss ein Umdenken stattfinden.

Aber warum werden denn keine Bemühungen unternommen, Spanien und Portugal zu begrünen?

Es gibt doch wirklich viele Beispiele, wie das gelingen kann!

Siehe auch: Wüstenbildung in Spanien!

sich selbst verstärkende Dürre

Natürlich:
Den Ausstoß von CO2 massiv zu reduzieren, ist alternativlos!

Müssen wir jetzt schicksalhaft damit leben, dass wir uns an die zunehmende Hitze und Dürre anpassen müssen – so lange, bis der Letzte auf dieser Welt kein CO2 mehr emittiert?

Nein!
Wir können lokal einen guten Effekt für den Wasserhaushalt erzielen, und zwar mit vergleichsweise geringem Aufwand.

Förster und Waldbesitzer möchten anscheinend einfach so weitermachen wie bisher, wenn auch mit Bäumen, die mit Dürre und Hitze klarkommen.

Mehr von dem, was bisher schon nicht geklappt hat?

Okay, zum Geld Erwirtschaften hat es geklappt, aber das funktioniert nicht mehr. Und dass das jetzt nicht mehr klappt, hat mit denen zu tun, die ebenfalls sehr viel Geld abgezogen haben, indem sie ohne Ende CO2 in die Luft geblasen haben.
Jede beliebige Form von Monokultur – mit welchem Baum auch immer – wird die Dürre verstärken!

Solche Monokulturen senken den Grundwasserspiegel ab

Natürlich brauchen wir Holz, aber das werden wir nur noch bekommen, wenn wir mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie!

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse,
aber nicht für jedermanns Gier.

Mahatma Gandhi

Die Lösung ist im Grunde recht einfach:

Die durch die Dürre entstandenen kahlen Flächen ehemaliger Fichten-Felder können einfach mit einer Mischung von Pflanzen begrünt werden, die als Grundlage für ein Wald-Biotop dienen können.
Das sind sicherlich auch Nutzhölzer, aber zu Beginn sind es Gräser, Stauden und Gewächse, die viel Biomasse produzieren und schnell Humus aufbauen. Der Boden wird mit heimischen Sträuchern und Gehölzen beschattet, die ein schnelles Austrocknen verhindern.

Das ist die Grundlage dafür, dass Bäche wieder fließen!

Natürlich könnte man auch einfach nichts tun … wenn man Zeit hat!
Das wäre auf jeden Fall besser als schon wieder Monokulturen!

Wir zerstören gerade die Artenvielfalt unseres schönen blauen Planeten.

Doch alleine die Artenvielfalt hat die Kraft, uns vor der Selbstzerstörung zu bewahren!